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Jiu-Jitsu

Jiu Jitsu / Ju Jutsu / Yawara (jap. jujutsu, direkte Übersetzung: sanfte Kunst oder auch Wissenschaft von der Nachgiebigkeit) ist eine waffenlose asiatische Kampfkunst aus Japan, die von den Samurai angewandt wurde, um bei Verlust der Waffen weiterkämpfen, bzw. um sich verteidigen zu können. Jiu Jitsu zählt zu den japanischen Kampfkünsten und gilt unter ihnen als eine der ältesten und „ehrwürdigsten”. Ziel des Jiu Jitsu ist es einen Angreifer, völlig egal ob dieser unbewaffnet, bewaffnet oder sogar gerüstet ist, möglichst schnell und wirksam unschädlich zu machen. Dies kann geschehen indem er unter Kontrolle gebracht wird oder final durch den Tod des Angreifers. Jiu Jitsu bietet eine Vielzahl von Möglichkeiten und Wegen. Der Name verrät, dass man durch Nachgeben siegt. Es soll nicht Kraft gegen Kraft verwendet werden. Soviel Kraft des Angreifers wie möglich, soll gegen ihn selbst gewendet werden. Aus dem Jiu-Prinzip wird deutlich ersichtlich, dass es sich bei Jiu Jitsu um eine Kampfkunst handelt, deren Zweck allein die Selbstverteidigung ist. In direkter Tradition des Budo (Weg des Ritters)und damit des Bushido basieren die Techniken des Jiu Jitsu auf dem waffenlosen Kampf mittels Schlag- und Stoßtechniken, Zentrifugal- und Spiralbewegungen , Hebel- und Wurftechniken sowie Würge- und Festhaltegriffen. Westalliierten Jiu-Jitsu lehrte. 1950 allerdings war es soweit, daß Erich Rahn im Alter von nunmehr 65 Jahren seine Schule wiedereröffnete - wiederum in Berlin-Schöneberg in der Hauptstraße 109. Zu diesem Zeitpunkt war schon ein Schüler in die Schule eingetreten, der später Erich Rahns Nachfolge antreten sollte.
Deutscher Jiu-Jitsu Ring Erich Rahn e.V.

Kampfkunstkids

Das Training für die Kindergruppe vermittlet in erster Linie die Grundzüge der Kampfkunst. Im Vordergrund steht das gegenseitige Akzeptieren und Respektieren, die Freude an der Bewegung, die Steigerung des Selbstwertgefühls und des Selbstvertrauens durch Erlernen einfacher Techniken und Bewegungsabläufe. Es soll als Hinführung zum späteren Jugend- und Erwachsenentraining verstanden werden. Die Inhalte des Kindertrainings werden durch Elemente der Selbstbehauptung ergänzt. Dadurch tragen wir der sich ändernden Gewaltbereitschaft, auch gegen Kinder, Rechnung. Die Highlights eines jeden Jahres sind:

- Graduierungen (die Kleinsten zeigen was sie gelernt haben)

- Kinder- und Elterntage (Eltern und Kinder lernen sich kennen und  
  "trainieren" zusammen)

- ein gemeinsames Event (Ausflug, Kino, ...)

- Jugendlehrgang (trainieren wie die Großen)

- Großmeistertag (ein Kampfkunst-Großmeister zum Anfassen)

- Jahresabschlusstraining


Übertritt der Kinder vom Kindertraining ins Jugendtraining

Von der Kindergruppe besteht die Möglichkeit, in das Jugendtraining Jiu-Jitsu zu wechseln. In der Integrationsphase kümmert sich ein Schüler der Oberstufe oder ein Meister besonders um die Neuen. Die Kinder und Jugendlichen lernen, anders als im speziellem Kindertraining, unter anderem auch Schläge und Tritte auf empfindliche Körperstellen mit Sofortwirkung.


Aufnahme neuer Jugendlicher und Erwachsener

Neue Jugendliche und Erwachsene werden in einer Anfängergruppe trainiert. Erfahrene Lehrer führen sie langsam in die Welt der Kampfkunst ein.

Schüler der Unterstufe

Am Anfang stehen regelmäßige Körperarbeit, Grundfalltechniken, einfache Verteidigungstechniken, Schlag- und Stoßgrundtechniken sowie der Umgang mit dem Trainingspartner nach den überlieferten Regeln des Bushido. Das Training bewirkt Ausgeglichenheit durch körperliche Fitneß, Steigerung des Selbstbewusstseins und Erkennen der eigenen Stärken und Grenzen.

Schüler der Oberstufe

Der Umfang und Schwierigkeitsgrad der Techniken steigt an. Auch an die Exaktheit der Ausführung wird ein höherer Maßstab gelegt. Hinzu kommen Gegen- und Weiterführungstechniken, freier Stand- und Bodenkampf, Abhärtungs- und Atmungstraining und das stetige Üben um einen gewissen Automatismus in der Technikausführung zu erlangen (die Erschließung des Unterbewusstseins = nicht mehr der Mensch, sondern ES kämpft). Technik und Atmung werden zu einem perfekten Paar harmonisiert. Das Beherrschen der 'Hand-, Fuß- und Hebelbremse' ist Voraussetzung für ein partnerschaftliches Miteinander.

Meisterschüler

Der sichere Umgang mit Waffen, Abstandsgefühl und Timing kommen hinzu. Die Vervollkommnung der Technik und ein stetiges Weiterlernen als Wegziel ist die Voraussetzung für das Erlangen der ersten vier Meistergrade. Der Lernende wird langsam zum Lehrenden. Kampkünste sind ein wichtiges Erbe der Menschheit. Meister erhalten dieses Erbe und geben es weiter.


Darüber hinaus kann die Kampfkunst in jeder Stufe zur Selbsterziehung anleiten (positive Eigenschaften weiterentwickeln, negative kontrolieren). Die Kampfkunst ist ein Schulungsweg, der körperliche und spirituelle Seiten in sich trägt.